med.ium 5+6/2026
Zentraler Bestandteil davon ist das Universitätsklinikum Salzburg als Zentralkrankenhaus des Bundeslandes, so Landeshauptfrau Karoline Edtstadler, Landesrätin Daniela Gutschi und SALK-Geschäftsführung bei der Vorstellung des baulichen Entwicklungsplan für die Standorte Landeskrankenhaus (LKH) und Christian-Doppler-Klinik (CDK).
In das neue „Haus L“ (geplante Fertigstellung: Februar 2027) in den SALK etwa investiert man über 80 Millionen Euro, um die onkologische Versorgung von derzeit fünf auf dem Gelände verteilten Standorten auf einen zu konzentrieren. Damit soll Krebspatientinnen und -patienten eine bessere Behandlungssituation und kürzere Wege ermöglicht werden.
„[D]er Standort Salzburg wird dadurch für erstklassige Spitzenmedizin und hochwertige Versorgung als Universitätsklinikum gestärkt und weiterentwickelt. […] Entscheidend ist aber, dass Gebäude und Geräte erst durch das Engagement und die Einsatzbereitschaft der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Ärztinnen und Ärzte, Pflegerinnen und Pfleger und dem technischen Personal zu einem Ort werden, an dem Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgt, betreut und geheilt werden.“
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Salzburger Landeskliniken leisten jeden Tag Großartiges für die Gesundheit der Menschen in Salzburg. Mit dem Entwicklungsplan schaffen wir die infrastrukturellen Voraussetzungen, damit sie diese Aufgabe auch künftig unter bestmöglichen Bedingungen erfüllen können. Im Mittelpunkt stehen dabei sowohl die Patientinnen und Patienten als auch jene Menschen, die täglich Verantwortung für Versorgung, Pflege und Betreuung übernehmen.“
Die Ärztekammer für Salzburg unterstützt den Milliarden-Plan für LKH und CDK, mit dem die Landesregierung klare Investitionsschritte für die Versorgung der Zukunft setzt und sich klar zur Umsetzung des Entwicklungsplans für die Salzburger Landeskliniken (SALK) bekennt.
Der Plan sieht vor, bis 2040 rund eine Milliarde Euro in Neu- und Umbauten am Landeskrankenhaus (LKH) und an der Christian-Doppler-Klinik (CDK) zu investieren und die über Jahrhunderte gewachsenen Strukturen in modernen Einheiten zu bündeln.
„Das ist ein wichtiges und richtiges Signal“, sagt Dr. Matthias Vavrovsky, Präsident der Ärztekammer für Salzburg. „Hier wurde erkannt, wie wichtig klare Investitionsschritte sind – ein klares Bekenntnis zum Ausbau des größten Spitalsstandorts des Landes, der unser Gesundheitssystem langfristig stärkt. Gerade angesichts knapper Kassen ist eine Investition dieser Größenordnung alles andere als
selbstverständlich. Jetzt geht es darum, dass daraus auch verbindliche Handlungsschritte werden, die über den Tag hinaus Bestand haben.“
„Dieser Schritt ist ein wichtiger Baustein für den Entwicklungsplan, den wir brauchen, um die Gesundheitsversorgung weiterzudenken“, sagt Priv.-Doz. Dr. Jörg Hutter, Vizepräsident und Kurienobmann der angestellten Ärzte. „Wer so vorausschauend plant, sichert dem Standort den Anschluss an die moderne Medizin und eine Versorgung, die auf Dauer leistbar bleibt.“
Ein besonderes Augenmerk legt die Ärztekammer auf die Beschäftigten in den Spitälern. „Entscheidend ist auch, was solche Bauten für die Menschen bedeuten, die in den Kliniken arbeiten“, sagt Dr. Reinhard Bittner, Spitalsärztevertreter und stellvertretender Kurienobmann der angestellten Ärzte.
„Zeitgemäße Räume, kurze Wege und gute Arbeitsbedingungen sind ein wesentlicher Faktor, um Ärztinnen und Ärzte, Pflege und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen. Genauso wichtig ist aber, dass die großen Investitionen die laufenden Budgets nicht gefährden – Neubauten dürfen nicht zulasten des täglichen Betriebs und des Personals gehen. Ein attraktiver Arbeitsplatz ist die Voraussetzung für eine gute Versorgung der Patientinnen und Patienten,“ so die Ärztevertreter abschließend.