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Große Bühne für Gesundheitsprojekte: Franz Kainberger-Gesundheitspreis erstmals verliehen

Schon im ersten Jahr setzte der Franz Kainberger-Gesundheitspreis ein starkes Zeichen: Über 45 Einreichungen zeigten das hohe Engagement für Vorsorgemedizin, Prävention und Gesundheitsförderung. Besonders beeindruckte die Expertenjury das Projekt „Reflecting Minds“ und sicherte sich damit den ersten Platz sowie Trophäe und Preisgeld.

Im feierlichen Rahmen fand im SN-Saal am Abend des 21. November 2024 die erste Verleihung des Franz Kainberger Gesundheitspreis statt. Die Veranstaltung hob drei herausragende Projekte aus einem starken Bewerberfeld von über 45 Einreichungen hervor, die sich für Vorsorgemedizin, Prävention und die Verbesserung der Gesundheitskompetenz einsetzen. 

Der Franz Kainberger-Gesundheitspreis, von AVOS – Gesellschaft für Vorsorgemedizin präsentiert, ist eine Hommage an Dr. Franz Kainberger. Er hatte 1972 AVOS mit dem Ziel gegründet, präventive Gesundheits maßnahmen für alle Salz- burger*innen zugänglich zu machen. Der Preis wird aus dem Nachlass der Familie gestiftet und alle zwei Jahre vergeben. Dr. Paul Kainberger, Radiologe und Mitglied des AVOS-Vorstandes, dazu:

„Es macht uns stolz, Innovationen aus der Prävention und Vorsorgemedizin damit sichtbar zu machen. Das ist bereits im ersten Jahr eindrucksvoll gelungen.“ 

Die große Anzahl und die Qualität der Einreichungen verdeutlichen, wie vielfältig und engagiert an Lösungen für die Gesundheitsförderung gearbeitet wird. Eine 4-köpfige Jury aus ärztlichen Vertretern und Gesundheits-Expert*innen wählte schließlich per Punktesystem „Reflecting Minds“ zum Sieger. 

Die drei Projekte im Überblick … 

Siegerprojekt: Reflecting Minds – Mentalisierungstraining für angehende Elementarpädagog*innen

Reflecting Minds bietet ein spezielles Mentalisierungstraining für angehende Elementarpädagog*innen, um deren psychische Belastbarkeit und Interakti onsqualität im Berufsalltag zu stärken. Gerade in Kindergärten und Krabbel gruppen sind Pädagog*innen oft hohen Anforderungen und schwierigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Das Training fördert die Mentalisierungsfähigkeit – die Fähigkeit, innere Vorgänge bei sich und anderen zu erkennen und zu interpretieren – und stärkt damit Empathie, Emotionsregulation und Stressresilienz. Durch interaktive Übungen und die Integration einer angeleiteten Beobachtung einer Eltern-Kind-Interaktion, soll diese Fähigkeit gezielt geschult werden. Eine wissenschaftliche Studie prüft die Wirksamkeit, insbesondere den Einfluss auf Stresserleben, Empathie und Feinfühligkeit im Umgang mit Kindern. Das Projekt wurde vom Institut für Early Life Care der Paracelsus Medizinischen Universität Salzburg in Zusammenarbeit mit Schüler*innen und Lehrkräften der Bildungsanstalten für Elementarpädagogik Vöcklabruck und Bischofshofen entwickelt. 

Mehr Informationen unter: reflecting-minds.pmu.ac.at

Platz 2: Digitale Informationsdrehscheibe SONDIS – Unterstützung für pflegende An- und Zugehörige 

SONDIS ist eine zentrale Plattform, die allen Personen, die im häuslichen Umfeld Unterstützung brauchen, gezielte und nutzerspezifische Informationen bietet – von Sozialleistungen bis zu Schulungsvideos. Die Plattform ist öffentlich und kostenlos zugänglich und filtert regionale und bedarfsgerechte Angebote für Hilfesuchende. Über die Plattform können Angehörige leicht auf Informationen zu Förderungen und die zugehörigen Antragsformulare zugreifen; zusätzlich steht eine KI-Chatfunktion für unmittelbare Unterstützung bereit. Auch ein Register an Fachpersonen wird eingerichtet, das auf den Bedarf zugeschnittene Experten wie Therapeut*innen, Pflegekräfte oder Ärzt*innen vorschlägt. Nutzer*innen der LICA-App können über SONDIS durch Datenfreigabe gezielt passende Inhalte zu ihrer individuellen Pflegesituation erhalten. So schafft SONDIS eine umfassende, digitale Anlaufstelle, die pflegende Angehörige in ihrem anspruchsvollen Alltag entlastet und mit wertvollen Ressourcen unterstützt. 

www.sondis.at

Platz 3: Diagnostik-Tool zur Evaluierung psychischer Belastungen im Homeoffice 

Das Diagnostik-Tool „Work Design Comic – Working from Home“ macht psychische Belastungen im Homeoffice sichtbar und hilft, Verbesserungen abzuleiten. Comic-Bilder stellen ideale und gefährdete Arbeitssituationen dar, zwischen denen die Teilnehmenden auf einer 7-stufigen Skala ihren Arbeitsplatz einordnen können. Die Ergebnisse werden nach Tätigkeitsgruppen und Organisationseinheiten analysiert, um gezielte Maßnahmen wie bessere Arbeitsabläufe, technische Ausstattung oder neue Kommunikationsregeln zu erarbeiten. Entwickelt von Prof. Eva Traut-Mattausch in Zusammenarbeit mit Studierenden an der Universität Salzburg (Fachbereich Psychologie, Abt. Der Franz Kainberger-Gesundheitspreis wird unterstützt von: Arbeits-, Organisationspsychologie) und finanziell unterstützt durch den Digifond der AK Salzburg, gibt das Tool Hinweise für den Weg zu einem gesunden Arbeitsumfeld in den eigenen Wänden. 

Eine kostenlose Broschüre zum Tool ist hier erhältlich: https://tinyurl.com/s78fyhf8

Mit der Premiere des Franz Kainberger Gesundheitspreises zeigt sich, wie wichtig und wirkungsvoll innovative Ansätze in der Gesundheitsförderung und Prävention sind. Es bleibt abzuwar ten, welche Projekte 2026 nominiert und ausgezeichnet werden – klar ist jedoch, dass die Ehrung einen wert vollen Beitrag zur Förderung der öffentlichen Gesundheit leisten wird.