AVOS | med.ium 1+2/2026
Gesundheit hat einen entscheidenden Einfluss auf Lebensqualität und Lebenserwartung. Wer gesunde Lebensweisen pflegt, regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt und Zugang zu medizinischer Versorgung hat, kann seine gesunden Lebensjahre deutlich verlängern. Tatsächlich nutzen aktuell nur rund 15 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen – Tendenz leicht steigend.
Mit dem Ziel, den Zugang zu Vorsorge und Gesundheitsförderung zu erleichtern, wurde AVOS 1972 gegründet. Heute ist die Organisation einer der größten Anbieter im Bundesland Salzburg und setzt jährlich rund 30 Projekte und Initiativen in den Bereichen Gesundheitsförderung, Prävention und Therapie um. Viele Angebote können dank Förderung durch Stadt, Land, ÖGK und anderer Sozialversicherungsträger sowie Gesundheitsfonds kostenlos genutzt werden.
Um diese wichtigen Themen noch weiter voranzubringen, vergibt AVOS 2026 zum zweiten Mal den Franz Kainberger-Gesundheitspreis. Der 2024 neu etablierte, alle zwei Jahre verliehene Preis zeichnet Menschen und Institutionen aus, die innovative Projekte, wissenschaftliche Arbeiten oder Initiativen in den Bereichen Vorsorgemedizin, Prävention, Gesundheitsförderung
oder Gesundheitskompetenz umsetzen.
Die Siegerprojekte 2024 zeigen die Bandbreite:
Von den 43 Einreichungen im Jahr 2024 stammte der Großteil von Organisationen und Institutionen – darunter Vereine, Schulen, Kliniken, Hochschulen, Unternehmen im Gesundheitsbereich und Gesunde Gemeinden –, ergänzt durch Beiträge von Einzelpersonen wie Wissenschaftler*innen, Studierenden und im Gesundheitsbereich tätigen Personen. Inhaltlich deckten die Einreichungen ein breites Spektrum der Vorsorgemedizin ab, darunter beispielsweise innovative Ansätze in der Wundanalyse, ein Programm zur Lebensstilanpassung bei onkologischen Erkrankungen sowie Maßnahmen zur Früherkennung des Grünen Stars. Darüber hinaus wurden zahlreiche Projekte zur Gesundheitsförderung eingereicht, etwa Gartentherapie, Initiativen zur Stärkung der Gesundheitskompetenz von Kindern und Jugendlichen sowie Sport- und Bewegungsangebote.
Gesucht werden wegweisende Initiativen und Forschungen, die sich dem Ziel einer verbesserten Gesundheitsvorsorge und -förderung verschreiben, ob als Einzelperson oder im Team umgesetzt.
Eine Expert*innenjury kürt aus den Einreichungen drei Siegerprojekte und nimmt eine Reihung von Platz 1 bis Platz 3 vor. Die Preisverleihung findet am 19. November 2026 im Saal der
Salzburger Nachrichten statt. Dabei werden die drei besten Projekte öffentlich vorgestellt, das Siegerprojekt erhält ein Preisgeld von EUR 4.000.
Seit 2024 wird der Preis alle zwei Jahre ausgeschrieben. Dieses Jahr wird die Auszeichnung zum zweiten Mal vergeben. In Salzburg gibt es keinen vergleichbaren Gesundheitspreis.
Einreichungen können ab sofort online unter www.avos.at/gesundheitspreis vorgenommen werden.
Auf der Website von AVOS finden sich noch mehr Informationen zum Franz Kainberger-Gesundheitspreis wie etwa Teilnahmevoraussetzungen, Vergabekriterien, Juryzusammensetzung, etc. Die Einreichfrist endet am 30. April 2026.
Mit der Unterstützung von
MR Dr. Holger Förster ist Kinderarzt und Präsident von AVOS – Gesellschaft für Vorsorgemedizin GmbH in Salzburg. Er setzt sich seit vielen Jahrzehnten für Vorsorge, Prävention und Gesundheitskompetenz bei Kindern und Jugendlichen ein. Zudem ist er Mitglied der Expert*innenjury des Franz Kainberger-Gesundheitspreises.
med.ium: Herr Dr. Förster, warum wurde der Franz Kainberger-Gesundheitspreis 2024 gegründet und welche Ziele verfolgt er?
MR Dr. Holger Förster: Der Preis wurde ins Leben gerufen, um Vorsorgemedizin, Prävention und Gesundheitsförderung nachhaltig zu stärken und sichtbar zu machen. Ziel ist es, innovative Projekte zu würdigen, engagierte Initiator*innen zu bestärken und junge Wissenschaftler*innen in ihrer Forschung zu unterstützen. Gleichzeitig soll das Bewusstsein gefördert werden, dass Prävention ein zentraler Bestandteil moderner Medizin ist.
med.ium: Wie hat sich der erste Gesundheitspreis im Jahr 2024 etabliert?
Dr. Förster: Bereits die erste Ausschreibung zeigte mit 43 Einreichungen eine sehr hohe Resonanz aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft. Die Bandbreite der Projekte und die feierliche Preisverleihung machten deutlich, dass der Preis als Plattform für Vorsorgemedizin rasch Anerkennung gefunden hat.
med.ium: Wie trägt der Preis dazu bei, Vorsorge und Gesundheitsförderung weiter voranzubringen?
Dr. Förster: Der Preis bringt erfolgreiche Projekte vor den Vorhang und macht gute Praxis sichtbar. Dadurch werden innovative Ansätze verbreitet, Vernetzung gefördert und neue Impulse für Prävention und Gesundheitsförderung gesetzt – weit über die ausgezeichneten Projekte hinaus.
med.ium: Was spricht dafür, ein Projekt beim Franz Kainberger-Gesundheitspreis 2026 einzureichen?
Dr. Förster: Der Gesundheitspreis bietet Anerkennung, öffentliche Sichtbarkeit und finanzielle Unterstützung für engagierte Arbeit. Vor allem möchte er Einreichende ermutigen, ihre Ideen sichtbar zu machen – auch dann, wenn sie noch in der Entwicklung sind. Gesucht und erwartet werden spannende, innovative Vorhaben, die Vorsorge, Prävention und Gesundheitsförderung weiterbringen und neue Impulse setzen.