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Fortbildungsbericht zu Highlights aus dem KSK

Zum zweiten Mal luden das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach gemeinsam mit der Salzburger Ärztekammer am 24. November 2025 zu einer Fortbildungsveranstaltung in Präsenz ein.

Fortbildungsreferent der Ärztekammer für Salzburg Dr. Klaus Kubin, MBA bei der Eröffnung der Veranstaltung im Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach im Pongau. Foto: Dr. Johanna Dolcic

Von Dr. Johanna Dolcic, Bezirksärztevertreterin Pongau | med.ium 1+2/2026

Der interimistische Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie, OA Dr. Wolfgang Weindel, schilderte die aktuelle Struktur der Abteilung und es wurde über die Herausforderungen durch die prekäre Personalsituation sowie in der Zusammenarbeit zwischen niedergelassenem und intramuralem Bereich diskutiert. Angststörungen, Depressionen und dissoziale Verhaltensstörungen sind die häufigsten Kontaktgründe. Meist wirken sich die Umstände um die Erkrankung prägend auf die Persönlichkeitsentwicklung aus – umso wichtiger ist es, das System nachhaltig zu verbessern (was ohne zusätzliche finanzielle Ressourcen wohl nicht machbar sein wird). 

Stationäre Aufenthalte werden mitunter auf Social Media instrumentalisiert hinsichtlich eines sekundären Krankheitsgewinnes, was unter anderem ein Grund für häufig angestrebtes ambulantes Procedere ist. Aus räumlichen/organisatorischen Gründen können Patienten mit Indikation zur Unterbringung wie bei floriden Psychosen oder akuter Selbst- oder Fremdgefährdung nur an der Christian-Doppler-Klinik behandelt werden.

Es folgte ein Bericht von Prim. Armand Daliri über radiologisch interventionelle Methoden in der Behandlung von Arthrose. Mittels Mikroembolisationen wird neoangiogenetische Hypervaskularisation betroffener Gelenke reduziert und so eine signifikante Schmerzlinderung, welche mitunter monatelang anhält, erzielt. Durch neue Prozesse (Art der Embolisationspartikel, Kühlung des Umgebungsgewebe) kommt es praktisch zu keinen lokalen Komplikationen. 

Die Methode ist vor allem bei inoperablen Patienten oder nicht in den Griff zu bekommenden Schmerzen bei langer Wartezeit auf eine Gelenksersatz-Operation eine neue Behandlungsoption. Außerdem bildet die Radiologische Abteilung auch in der Tumorbehandlung mitunter eine wichtige Säule, so kann z.B. bei Lebertumoren durch Embolisation das Wachstum des gesunden Restgewebes vor onkologischen Operationen angeregt werden.

Den Abschluss bildete Prim. Reiko Wießner mit einem Leistungsbericht der nunmehr seit eineinhalb Jahren unter seiner Leitung befindlichen allgemeinchirurgischen Abteilung. Es fanden im Vergleich mehr laparoskopische Eingriffe und mehr End-zu-End-Anastomosen in der intestinalen Chirurgie statt. Mit 29 Pankreasresektionen im Vergleichszeitraum belegt das Kardinal Schwarzenberg Klinikum Platz 2 im Vergleich zum LKH (52) und den Barmherzigen Brüdern (19), hinsichtlich laparoskopischen Resektionen führt die Abteilung sogar die Rangliste. 

In diesem Zusammenhang ist es vollkommen unverständlich, weshalb Landesrätin Mag. Daniela Gutschi ausgerechnet diesen Eingriff als Begründung für angedachte Leistungseinschränkungen anführt (siehe SN-Bericht vom 30.12.25). Auch in der Leberchirurgie oder Retroperitonealoskopischen Adrenektomie und wie schon lange der Schilddrüsenchirurgie ist die Abteilung eine wichtige Anlaufstelle in der Patientenversorgung.

Im Anschluss gab es wieder ein gemütliches Beisammensein am Buffet mit vielfältigen Gesprächen. Besonders freut mich die noch regere Teilnahme als im Vorjahr. In diesem Sinne lade ich Sie jetzt schon zur Fortbildung im kommenden Turnus ein.